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Mundsburgtower/Historie/1850-1930
 
1850-1930

Bereits im 18. Jahrhundert erwarb der Hamburger Kaufmann Johann Heinrich Mund, ein Honiglieferant, das als Immenhof bekannte Grundstück, dessen Hauptgebäude Mundsburg genannt wurde. Zu diesem Zeitpunkt prägen Wiesen und Felder das Bild und in der weiteren Umgebung sind Hünengräber zu finden.

Ebenfalls 1850 eröffnet das Werk- und Armenhaus, gelegen im Quarré zwischen Lerchenfeld, Oberaltenallee und Richardsstraße. Das Areal, welches bis in die jüngste Vergangenheit seinen caritativen Platz im Stadtteil behalten hat.

Am Kühmühlendamm, in unmittelbarer Nähe zum Immenhof, lag schon damals ein Müllereibetrieb: die sogenannte "Ausbornsche" Windmühle, deren Existenz 1852 von einem unbekannten Maler portraitiert wurde.


Die "Ausbornsche"; Windmühle

Der Standort, der sich an der heutigen Straßenecke Hamburger Straße / Winterhuder Weg festmachen lässt, bliebt noch bis ins ausgehende 19. Jahrhundert mit wechselnden Betreiberfamilien erhalten. Auch wenn die ursprüngliche Windmühle um 1870 einer dampfbetrieben Weichen musste; schon frühzeitig gelang hier der "Branchenmix" mit angegliedertem Getreidehandel und später Bäckereibetrieb.

Um 1910 wandelte sich das Bild der von einfachen Fachwerkhäuser gesäumten "Straße nach Hamburg". Das Familienunternehmen Mordhorst errichtet an der Hamburger Straße 3 einen modernen Neubau mit eigener Bäckerei / Konditorei, einem klassischen Eckgeschäft. (heute Center-Eingang)

Um 1915: Blick in den Winterhuder Weg von der Hamburger Straße, rechts das Gebäude mit der Grone Schule, im Bildhintergrund: der später abgerissene Wasserturm am Winterhuder Weg...  
  ...und die gleiche Stelle heute.

Auch im Übrigen verändert die neue Geschäftstätigkeit das Bild der Hamburger Straße, in deren Verlauf sich bis in die zwanziger Jahre eine Vielzahl an Lichtspielhäusern (Palast Theater) und Cafés ansiedeln. Die elektrische Straßenbahn der Linie 8 verkehrt bereits seit Beginn des Jahrhunderts auf der Hamburger Straße, wo zu diesem Zeitpunkt - ebenso wie auf der parallelen Oberaltenallee - der Verkehr noch in beide Richtungen fließt.


Um 1900: Hamburger Straße, Blick von der Kreuzung Winterhuder Weg, rechts der Schweizer Garten

Der "Schweizer Garten", ursprünglich ein Caféhaus unter freiem Himmel welches sich noch um 1900 reger Beliebtheit erfreute, macht auf Grund des gestiegenen Straßenlärms der Neuerrichtung des Café Continental Platz. Ein Prunkbau der seinen Platz bis zum Ende des zweiten Weltkriegs an der Stelle des heutigen Mahnmals behaupten konnte.

1907: links Hamburger Straße, Blick vom Lerchenfeld, vorn "Cafe Continental"  
  ...wo das Mahnmal heute steht

An der Ecke Hamburger Straße / Winterhuder Weg ist nach wie vor eine Bäckerei / Konditorei ansässig. Im Obergeschoss des Hauses ist der Sitz der noch heute existenten "Grone Schule". Das Café Continental heißt jetzt Café Mundsburg. Im Hintergrund der Gebäudeverlauf bis an die Humboldtstraße.


Um 1925: Ecke Hamburger Straße / Winterhuder Weg

Die Geschichte der Apotheke an der Mundsburg lässt sich ebenfalls bis in das Jahr 1920 zurück portraitieren. Zu sehen ist die Straßenecke Hamburger Straße 17 / Humboldt Straße 1, damals und heute. Auch im Zuge der Neugestaltung 1973 hat die Apotheke Ihren angestammten Platz erhalten können.

Die Straßenecke Hamburger Straße 17 / Humboldt Straße 1, damals...  
  ...und heute

Via-a-vis dazu befand sich auf der gegenüberliegenden Straße (Hausnummer 19) der Herrenausstatter Oskar Preussner, eine Eck-Schankwirtschaft, ein Tabakgeschäft sowie ein Friseursalon.

Der Herrenausstatter Oskar Preussner, eine Eck-Schankwirtschaft, ein Tabakgeschäft sowie ein Friseursalon  
  Die gleiche Stelle heute:

Der Werdegang der Hamburger Straße als "Shoppingmeile" ist bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts eng verknüpft mit den Kaufleuten Gebrüder Heilbuth und Rudolph Karstadt. Erstere hatten bereits ein erstes grosses Warenhaus an der Ecke Rönnhaidstraße (heutige Adolph-Schönfelder-Straße) und Hamburger Straße eröffnet. Mit einem großen Warensortiment und konsequent niedrigen Preisen - resultierend aus Lohndumping - wurde der große Wurf versucht.

1904: Hamburger Straße / Oberaltenallee, rechts Rönnhaidstraße, links Wagnerstraße  
  Im Vergleich dazu die Ansicht heute aus gleicher Persektive

Das Kaufhaus Heilbuth im Jahr 1903 an der Hamburger Straße 101-103, zwei Minuten vor seiner Eröffnung.

"De Mäkens vun Tietz un Heilbuth, de süht all´so geil ut. Un de von Reese & Wichmann - de hebbt all´keen Büx an." - Zeitgenössisches Sprichwort. Sehr frei übesetzt: "Geiz ist geil".
 
     

Trotz der Größe, der Sortimentsvielfalt und der "guten Preise" Heilbuth´s, gelang es den benachbarten Einzelhändlern zwischen Hamburger Straße sich gegen den vermeintlichen "Goliath" zu behaupten.

Die nachstehende Aufnahme um 1920 zeigt das Wohnhaus Hamburger Straße 174 mit angeschlossenen Krämerlädchen.

Der Blick durch den Hausdurchgang, unten rechts im Bild, zeigt das Hochbahn Viadukt hinter der Oberaltenallee zwischen den Haltestellen Wagnerstraße (später umbenannt in Hamburger Straße) und Dehnhaide.  
     

Ende der zwanziger Jahre übernimmt Konkurrent Karstadt. Das Heilbuth Warenhaus wird 1927 vollständig abgerissen. Bereits ein Jahr später eröffnet Rudolph Karstadt sein neues Warenhaus und verlässt das alte Stammhaus an der Hamburger Straße 70, welche im Übrigen von PRODUKTION übernommen und in Folge um 1940 von C&A Brenninmeyer weitergeführt wird.

Der neugeschaffene Prachtbau mit 32 Schaufenstern und einem 36m hohen Turm, der darüber hinaus ein Restaurant/Café beherbergt, ist zu diesem Zeitpunkt Hamburgs größtes Kaufhaus
und verfügt als erstes über Rolltreppen quer durch alle Geschosse.
  Auf dem erschlossenen Dachgarten bot sich in 26m Höhe die Möglichkeit eines elitären Rundumblickes, begleitet von den Melodien der damals etablierten Tanzkapellen.

Heute befindet sich an gleicher Stelle, dem nördlichen Ausläufer des EKZ-Hamburger Straße, das Karstadt Einrichtungshaus, welches in Kürze durch einen Branchenriesen aus dem Umfeld der Unterhaltungelektronik ersetzt wird.

STADTTEILGESCHICHTE
Gestern & heute: der Werdegang der Hamburger Straße